Die Lehrveranstaltung führt in die Analyse von Alltagswelten und Jugendkulturen sowie in die ethnografische Forschungspraxis ein. Ausgehend von zentralen Texten der Empirischen Kulturwissenschaft, der Jugendkulturforschung, Soziologie und Kulturanthropologie werden theoretische und methodische Zugänge zu Alltag und Kultur erarbeitet, praktisch erprobt und diskutiert. Der thematische Fokus liegt auf Formen, Praktiken und Ausdrucksweisen des Alltags, die in historische Entwicklungen und gesellschaftliche Transformationsprozesse eingebettet sind. Dabei werden Jugendkulturen und subkulturelle Szenen als spezifische Ausdrucksformen alltäglicher kultureller Praxis untersucht. Der methodische Schwerpunkt liegt auf der ethnografischen Forschungspraxis, einer systematischen Form der Kulturforschung mit dem Ziel, den Alltag von Individuen und Gruppen zu verstehen und analytisch zugänglich zu machen. Zentrale Methoden sind teilnehmende Beobachtung, qualitative Interviews sowie weitere, an die jeweiligen Forschungsfelder angepasste Erhebungsformen. Die Studierenden führen im Verlauf des Semesters eigene kleine ethnografische Forschungsübungen in unterschiedlichen Alltagskontexten durch. Dabei wird eine begleitete Reflexion der eigenen Position im Forschungsprozess wesentlichen Bestandteil der Diskussionen bilden.
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