Gruppe Jakob-Feiks: KB 3.4 Fachdidaktik künstlerische Kunstvermittlung widmet sich im Sommersemester 2026 der Stadt als Raum der multiplen Krise, in dem ökologische, soziale und politische Dynamiken ineinandergreifen. Im Fokus stehen Verwobenheit und Interdependenz: Wie werden öffentliche Räume durch unterschiedliche Akteur*innen – menschliche und nicht-menschliche – hervorgebracht, genutzt und verhandelt? Wer bleibt sichtbar oder unsichtbar, und wie sind Verantwortung und Vulnerabilität verteilt? Es werden künstlerische Vermittlungsformate für den Karlsplatz im Rahmen der Klimabiennale entwickelt. Im Zentrum stehen kollektive Aushandlungsprozesse, Care als infrastrukturelle Praxis sowie verkörperte und relationale Formen des Lernens. Ziel ist es, Kunstunterricht als Raum zu denken, in dem Verwobenheit erfahrbar und Verantwortung gemeinsam organisiert wird. Gruppe Urwalek: Fokus dieser Lehrveranstaltung ist die Herausbildung eines Verständnisses für die Verschränkungen und Überlagerungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Machtverhältnisse sowie die Erarbeitung von Kenntnissen und Strategien, um gesellschaftliche Strukturen von Kunst aus und mit den Mitteln der Kunstvermittlung thematisieren zu können. Es wird eine Auswahl an zeitgenössischen, gesellschaftskritischen künstlerischen Positionen, die sich mit den Themenkomplexen Museum, Ausstellung, Wissensproduktion und Öffentlichkeit beschäftigen, vorgestellt. Zudem widmen wir uns in theoretischer Hinsicht Fragen der kritischen Kunstvermittlung. Ziel ist, dass die Studierenden in diesem Rahmen, einzeln oder in Kleingruppen, Konzepte für schulische und/oder außerschulische Kunstvermittlung erarbeiten, die sich selbstreflexiv und aktiv mit Möglichkeiten der Thematisierung von Macht- und Unterdrückungsverhältnissen sowie Stör- und Veränderungspotenzialen auseinandersetzen. Gruppe Lingg: KB 3.4 Fachdidaktik künstlerische Kunstvermittlung widmet sich im Sommersemester ’22 Fragen von Stadt, Öffentlichkeit, Architektur und Umwelt sowie der Rolle der Menschen darin. Wer bewegt sich wo, wie? Wer ist (un)sichtbar? Wo halten wir uns gerne auf und warum? Welche Möglichkeiten zur Mitbestimmung der Nutzung von öffentlichem Raum gibt es? Was sind aktuelle Auseinandersetzungen mit Stadt, öffentlichem Raum, Umgestaltung, Klima und Mitbestimmung? Wie können wir dies in den Kunstunterricht einbringen? Diesem Thema nähern wir uns über das Spazierengehen — als Vermittlungsformat für den und im öffentlichen Raum. Dabei arbeiten wir gemeinsam an Audiowalks, mit denen wir unsere Erkundungen einerseits festhalten und auf künstlerisch-vermittelnde Weise für Dritte zugänglich machen. Der Audiowalk / die Audiowalks werden im Rahmen der Vienna Design Week 2022 vorgestellt werden. Wir werden uns außerdem mit dem Lehrplan, der Jahresplanung, den Unterrichtsprinzipien und mit der allgemeinen Frage nach der Fachdidaktik (Was ist das?) beschäftigen. Wir besprechen Texte und künstlerische Projekte, anhand derer die kritische Auseinandersetzung mit Audiowalks und öffentlichem Raum als künstlerische Kunstvermittlung (Unterrichten) in der (digital geprägten) Gesellschaft und in der Schule konstruktiv diskutiert werden kann. Am Ende des Semesters werden alle Studierenden einen Überblick zu Spazierengehen als künstlerische Vermittlungspraxis, dem Einsatz als Methode in der Schule und über allgemeinere Fragen zum Kunstunterricht haben.
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