In der Lehrveranstaltung werden aktuelle theoretische und empirische Zugänge zu Jugend- und Schulkulturen vermittelt. Ausgehend von zentralen Texten der Empirischen Kulturwissenschaft, der Jugendkulturforschung, der Soziologie und der Bildungswissenschaften werden theoretische und methodische Zugänge zu Jugend- und Schulkulturen erarbeitet, in der Praxis erprobt und reflektiert. Der thematische Fokus liegt auf aktuellen Formen, Praktiken und Ausdrucksweisen von Jugend- und Schulkulturen. Diese werden im Hinblick auf ihre historischen Entwicklungen kontextualisiert und in gesellschaftliche Transformationsprozesse eingebettet. Dabei werden jugendkulturelle Bewegungen sowohl innerhalb diskursiver und normativer Debatten kontextualisiert als auch anhand ihrer spezifischen kulturellen Praktiken, Ausdrucksformen und Designs analysiert. Gleichzeitig wird die Schule aus machtkritischer Perspektive als nationale Institution in den Blick genommen und die Erfahrungen und Agency der Schüler:innen in diesem sozialen Raum analysiert. Der methodische Schwerpunkt liegt auf dem qualitativen Interview, das auf das Thema angewendet wird, um Perspektiven, Deutungen und Erfahrungen von Jugendlichen im Kontext von Subkulturen und Schule zu erschließen. Im Seminar werden die Grundlagen des qualitativen Interviews vermittelt und von den Studierenden in einer Forschungsübung angewendet und in der Lehrveranstaltung gemeinsam reflektiert.
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