Die LV führt in die deutsch- und englischsprachigen Trans Studies ein. Sie zeichnet die Entstehung des Feldes im anglo-amerikanischen und deutschsprachigen Raums nach, rekonstruiert zentrale Einsätze, Perspektiven und Fragestellungen der Trans Studies und wendet sich aktuellen Debatten in der Forschungsrichtung und um trans* Leben zu. Der Fokus liegt dabei auf – im weitesten Sinne – gesellschaftstheoretischen postkolonialen und (post)marxistischen Perspektiven. Ausgehend von aktuellen und die Trans Studies als Feld begründenden Überblickstexten sowie Interventionen von trans* Forschenden in das Regime der Zweigeschlechtlichkeit Anfang der 1990er bzw. 2000er Jahre beleuchtet das Seminar ausgewählte Zugänge und Auseinandersetzungen der anglo-amerikanischen und im deutschen Sprachraum situierten Trans Studies. Im Fokus stehen zunächst die Durchsetzung der “kolonialen/modernen Geschlechterordnung” (Lugones 2007), deren Effekte auf geschlechternonkonforme Leben in den Kolonien und Europa sowie die Verknüpfung von normativer Geschlechtlichkeit und Weiß- und Europäisch-Sein. Anschließend wendet sich die Lehrveranstaltung den Ambivalenzen der Institutionalisierung der Kategorie Trans/gender im Globalen Nordwesten ab den 1990er Jahren zu und untersucht die Regulation und Unterdrückung geschlechtlicher Variabilität vor dem Hintergrund von Kapitalismus und modern-eurozentrischer Nationalstaatlichkeit und Faschisierung. Abschließend fragt das Seminar aus ableismus- und rassismuskritischer Perspektive nach solidarischen trans* Politiken.
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